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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Schilddrüsenunterfunktion (auch Hypothyreose genannt) liegt vor, wenn Schilddrüse die Hormone Thyroxin T4 und Trijodthyronin T3 zu wenig produziert. Schilddrüsenhormone haben Einfluss auf alle Stoffwechselvorgänge im Körper, der Mangel davon führt zu den starken Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtszunahme und extreme Kälteempfindlichkeit…. Eine Unterfunktion im Kindesalter führt zu den körperlichen- oder geistigen Behinderungen. Frauen sind häufiger von Schilddrüsenunterfunktion betroffen als Männer.
Die Ursache der Schilddrüsenunterfunktion ist unterschiedlich:
· Angeborene Schilddrüsenunterfunktion
· Erworbene Schilddrüsenunterfunktion
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein. Selten kann die Schilddrüse bei der Geburt nicht vorhanden sein oder zu klein ausgebildet sein, deshalb ist die nicht in der Lage alle Stoffwechselvorgänge im Körper mit den Schilddrüsenhormonen zu versorgen.
Die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist sehr häufig der Funktionsverlust von Schilddrüsengewebe im Rahmen einer chronischen Schilddrüsenentzündung (Hashimoto-Thyreoiditis). Bei Hashimoto Thyreoiditis greift die Immunabwehr fälschlicherweise das körpereigene Schilddrüsengewebe an und zerstört die Schilddrüsengewebe.
Die Schilddrüsenunterfunktion kann auch im Rahmen einer Schilddrüsenoperation entstehen, wenn bei der Behandlung viel Schilddrüsengewebe entfernt worden ist. Eine weitere Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion ist ein Jodmangel.
Eine Schilddrüsenunterfunktion läuft oft sehr schleichend ab. Die Beschwerden machen sich erst bemerkbar, wenn eine starke Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.
Typische Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion sind:
· Müdigkeit, Antriebsmangel
· Gewichtszunahme
· Kühle, trockene Haut
· Kopfschmerzen
· Gedächtnisstörung
· Brüchige Nagel, vermehrte Haarausfall
· Verstopfung
· Appetitlosigkeit
· Muskelschwäche und Muskelsteifigkeit
Zur Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion sollte zunächst eine genaue Anamnese erhoben werden.
Am Anfang der Diagnostik ist die Bestimmung des laborwertes TSH sehr zu empfehlen. Mittels Laborwert TSH kann die Schilddrüsenstörungen festgestellt werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist TSH -Wert erhöht.
Zudem sollten auch die SchilddrüsenhormonwerteT3 und T4 bestimmt werden. Bei einer Unterfunktion liegen die Werte Unterhalb oder gerade noch im Normbereich (kompensierte Hypothyreose). Bei der Hashimoto Thyreoiditis lassen sich oft bestimmte Antikörper – gegen Thyreoglobulin (Tg-Antikörper) und Thyroxinperoxidase (TPO-Antikörper) – im Blut nachweisen.
Ultraschall wird oft zur Diagnostik der Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt, da dadurch Größe und Beschaffenheit der Schilddrüse dargestellt und beurteilt werden können.
Zudem besteht Schilddrüsenszintigraphie als eine ergänzende Untersuchung der Schilddrüsenfunktion und stellt den Jodstoffwechsel der Schilddrüse dar. Durch die Schilddrüsenszintigraphie kann die allgemeine und regionale Funktion der Schilddrüse sichtbar gemacht werden.
Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion erfolgt durch Gabe der reinen L-Thyroxin-Präparate. Diese Behandlung muss man lebenslang und ohne Unterbrechung erfolgen. Bei Jodmangel als Auslöser kann Jod extra verabreicht werden. In Deutschland kommt ein schwerer Jodmangel in der Regel nicht vor.
Die Ratschläge dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Beckenschiefstand

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Beckenschiefstand

Becken verbindet die Wirbelsäule mit den Beinen und befindet sich normalerweise in Waagerechter Lage. Ist das Becken nicht Waagerecht, sondern gerät in Schieflage, spricht man dann von einem Beckenschiefstand. Viele Menschen insbesondere junge Menschen leiden hierzulande unter einem Beckenschiefstand.
Ein Beckenschiefstand kann zu gravierenden Orthopädischen Beschwerden führen und Schäden an Haltung- und Bewegungsapparat verursachen.
Man unterschied zwei Formen:
· Der strukturelle Beckenschiefstand
· Der funktionelle Beckenschiefstand
Der strukturelle Beckenschiefstand kommt in der Regel durch Beinlängenunterschied zustande. Wenn ein Bein deutlich kürzer als das andere Bein ist, gerät das Becken im aufrechten Gang in Schieflage und ruft eine starke Fehlbelastung der Wirbelsäule hervor.
Bei einem funktionellen Beckenschiefstand bestehen keine anatomischen Ursachen. Hier löst oft die muskuläre Dysbalancen eine Fehlstellung der Wirbelsäule aus.
Ein leichter Beckenschiefstand verursacht in der Regel keine oder nur leichte Beschwerden. Aber bei einem ausgeprägten Beckenschiefstand kommt Skoliose (eine Krümmungen der Wirbelsäule) zustande, die mit zunehmendem Alter Beschwerden wie Rückenschmerzen hervorrufen. Außerdem führt der Beckenschiefstand sehr häufig zu Schmerzen im Schulter und Nackenregion, da die Fehlhaltungen hier Verkrampfungen, Schmerzen und Verschleißerscheinungen hervorrufen. Eine Abnutzungserscheinung des Knie- oder Fußgelenks ist sehr häufig bei einem Beckenschiefstand zusehen.
Die Diagnose eines Beckenschiefstandes wird durch das Betrachten des Beckens von hinten im Stehen und vergleichen die Höhen der äußeren Beckenknochen miteinander festgestellt.
Mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung in zwei Ebenen kann der Beckenschiefstand besser beurteilt und festgestellt werden.
Die sogenannte 3D-Wirbelsäulenmessung wird auch häufig bei der Diagnostik eines Beckenschiefstandes eingesetzt. In diesem Verfahren wirdder Körper des Patienten mit Lichtstrahlen vermessen und lässt so auf dem Computer ein exaktes dreidimensionales Bild der Wirbelsäule und des Beckens erzeugen. Die 3D-Wirbelsäulenmessung ist ohne Röntgenbestrahlung und kann bei Bedarf mehrmals wiederholt werden.
Wenn der Beckenschiefstand sehr gering (einige Millimeter) ausgeprägt ist, ist nicht nötig zu behandeln, da der Körper diese leichte Schieflage ausgleichen kann. Allerdings ist bei einem ausgeprägten Beckenschiefstand eine Behandlung zu empfehlen.
Eine Behandlung hängt davon ab, welche Ursachen für einen Beckenschiefstand vorliegen. Sind die muskuläre Dysbalancen die Ursache des Beckenschiefstandes, werden sehr häufig zur Therapie Krankengymnastik empfohlen.
Wenn aber ein Beinlängenunterschied den Beckenschiefstand hervorruft und der Beinlängenunterschied nur gering (etwa ein Zentimeter) ist, werden dem Betroffenen oft spezielle Schuheinlagen empfohlen, welche die Fußsohle erhöhen und damit den Längenunterschied ausgleichen. Wenn aber der Beinlängenunterschied mehr als drei Zentimeter ist, ist eine Operation zu empfehlen, da der Beinlängenunterschied operativ korrigiert werden muss.
Die Ratschläge dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Cholesterinwerte

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Cholesterinwerte

Cholesterin ist ein Lipid, das im Körper eine wichtige Rolle spielt. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zellen. Zudem sind sie auch Vorstufe für verschiedene Hormone und Gallensäure. Cholesterin ist ein Lipid (Fett), das zirka ¾ im Körper (in Leber) produziert wird und der Rest wird von der Nahrung aufgenommen. Deshalb ist das Cholesterinspiegel in der Regel von der körpereigenen Produktion abhängig und weniger von der Zufuhr über die Nahrung.
Im Blut werden Cholesterin durch die spezielle Transport-Vehikel, sog. Lipoproteine transportiert. Es werden je nach Höhe des Fettanteils zwei Klassen dieser Transportformen unterschieden: High-Density-Lipoproteine (HDL) und Low-Density-Lipoproteine (LDL). Je mehr Fett diese Verbindungen enthalten, desto mehr können sie dem Körper schaden. HDL-Cholesterin enthält nur einen geringen Fettanteil und wird deshalb als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, LDL-Cholesterin mit seinem hohen Fettanteil als „schlechtes“ Cholesterin.
Liegt einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut vor, wird es als „Hypercholesterinämie“ bezeichnet. Die Ursache einer Hypercholestrinämie können eine fettreiche ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel im Alltag, Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) und Unterfunktion der Schilddrüse sein. Wenn einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut vorhanden ist, kann sich an den Innenwänden von Blutgefäßen, vor allem der Arterien, einlagern und Arteriosklerose (Arterienverkalkung) verursachen. Im Rahmen der Arteriosklerose werden die Arterien ihrer elastischen Eigenschaft mit der Zeit verlieren. Folge davon sind die Erkrankungen von Herz und Kreislauf.
Welcher Wert ist normal?
· Gesamtcholesterin im Blut sollte unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l) liegen.
· HDL: über 40 mg/dl (1.0 mmol/l)
· LDL: bis 160 mg/dl (4,1 mmol/l) wenn keine anderen Risikofaktoren für Arteriosklerose bestehen.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Skoliose

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Skoliose

Der Begriff Skoliose ist abgeleitet worden vom griechischen Wort „skolios“ für krumm oder gebogen. Skoliose ist eine krankhafte Verkrümmung der Wirbelsäule.
Die Wirbelsäule des Menschen stellt sich in der frontalen Ansicht gerade dar und ist in der seitlichen Ansicht eine doppelte S-Form.
Bei der Erkrankung Skoliose entsteht eine zusätzliche Verbiegung der Wirbelsäule zur Seite mit einer Drehung der Wirbelkörper.
Je nach Schwergrad der Skoliose wird diese Erkrankung eingeteilt:
· Skoliose Grad I ( leichte Skoliose: Winkel bis 40 Grad)
· Skoliose Grad II ( mittelschwere Skoliose: Winkel zwischen 40 und 60 Grad)
· Skoliose Grad III ( schwere Skoliose: Winkel zwischen 61 und 80 Grad)
· Skoliose Grad IV ( sehr schwere Skoliose: Winkel über 80 Grad)
Die Ursache der Skoliose ist oft nicht bekannt. In diesem Fall bezeichnet man die Erkrankung als eine Idiopathische Skoliose. Diese Form tritt meist in Wachstumsalter auf.
Weitere Formen der Skoliose, die sekundäre Skoliose bezeichnet werden, entwickeln sich im Rahmen der angeborenen Fehlbildungen, neurologischen Erkrankungen wie Muskeldystrophie nach Duchenne oder durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule,….
Die Symptome, die im Rahmen einer Skoliose auftritt, hängt es sehr stark vom Schwergrad der Erkrankung ab. Schmerzen entsteht mit den Jahren bei einer schweren Skoliose. Typisch für die Erkrankung der Skoliose im Bereich der Brustwirbelsäule ist ein sogenannter Rippenbuckel durch das Hervortreten der Rippen nach hinten. Auf der Gegenseite kommt es zu einer Abflachung des Brustkorbs und damit zum sogenannten Rippental. Bei den schweren Formen der Skoliose hängt eine Schulter tiefer als die andere und das Becken steht schief. Die typischen Beschwerden der idiopathischen Skoliose treten erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren auf. Bei der fortgeschrittenen Skoliose können auch andere Organsfunktionen wie Herz und Lungen beeinträchtigt werden.
Diagnose einer Skoliose wird durch eine körperliche Untersuchung anhand von äußerlich Haltungsasymmetrien und Verformungen im Bereich der Wirbelsäule und der Rumpfes gestellt. Je nach Befund wird Verfahren wie Röntgenaufnahme, Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt.
Je nach Schwergrad werden konservative Therapie oder operative Therapie erforderlich. Nicht behandlungsbedürftig ist eine Skoliose mit einem Cobb-Winkel unter 10. Bei leichter bis mittelschwerer Form ist Krankengymnastik und eine Therapie mit Korsett zu empfehlen. Eine operative Therapie ist in schwerer Form ratsam.
Die Therapie einer Skoliose ist vor allem auch deshalb zu empfehlen, da sie sich bei Nichtbehandlung verschlechtert. Deswegen ist es enorm wichtig, dass Eltern ihre Kinder bei der Therapie unterstützen.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Die Heilkraft des Ginkgo biloba

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Die Heilkraft des Ginkgo biloba

Ginkgo biloba auch als chinesischer Glücksbaum genannt, wird oft als Heilpflanze gegen Demenz und Durchblutungsstörung eingesetzt. Es gibt aber Hinweise, dass Ginkgo positiv die Durchblutungsstörung beeinflusst. Insbesondere wird Ginkgo zur Behandlung der Gedächtnisschwäche, Tinnitus (Ohrgeräusch) und Vertigo (Schwindel) eingesetzt, wenn die Durchblutungsstörung als Ursache angesehen wird. Auch bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) kann Ginkgo biloba verordnet werden.
Um eine wirksame Dosis zu erzielen, wird Fertig-Präparat von Ginkgo biloba in der Regel verordnet. Mit Ginko- Tee ist keine wirksame Dosis zu erzielen.
Beim Gesunden ist die Anwendung der Heilpflanze meist bedenkenlos. Manche Patienten klagen selten über Ginkgo-Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergischen Hautreaktionen. Zudem wird immer wieder berichtet, dass Ginkgo das Blutungsrisiko erhöhen kann. Deshalb ist das Heilpflanze Ginkgo bei Menschen mit bekannter Blutungsneigung und auch während der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Bei bestehender Allergie gegen Ginkgo sollte jede Form von dieser Heilpflanze nicht verordnet werden.
Für die optimale Wirkung ist wie bei jeder Medikation ein rechtzeitiger Therapiebeginn, die richtige Dosierung und eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient erforderlich.
Ratschläge in diesem Artikel wurde sorgfältig geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Parkinson-Krankheit

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Parkinson-Krankheit

Parkinson-Krankheit oder auch Morbus Parkinson und auch Schüttellähmung genannt, ist eine der häufigsten fortschreitenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems.
Der Begriff Schüttellähmung ist etwas irreführend, da bei der Parkinson-Krankheit keine Lähmung auftritt, sondern nur das Zittern/Schütteln als Krankheitszeichen vorhanden ist.
In Deutschland leiden zirka 250.000 bis 400.000 Patienten unter Parkinson-Krankheit.
Im Rahmen der Erkrankung Parkinson weisen teile des Gehirns vor einem Mangel an dem Transmitter (Botenstoff) Dopamin auf. Die Nervenzellen im Gehirn (Substantia nigra), die Dopamin herstellen, gehen bei dieser Krankheit mit der Zeit nach und nach zugrunde und sterben ab. Dopamin zusammen mit anderen Botenstoffen Acetylcholin und Glutamat in einem fein abgestimmten Gleichgewicht kontrollieren willkürliche und unwillkürliche Bewegungen. Da das Gleichgewicht der Botenstoffe in Rahmen Parkinson-Krankheit durch Dopamin-Mangel durcheinander wird, tritt die typische Beschwerden des Parkinsons wie Bewegungsverarmung, bis hin zur Bewegungsstarre, Muskelstarre, Zittern sowie eine instabile Körperhaltung auf. Oft tritt die Parkinson-Krankheit ohne erkennbare Ursache auf.
Es gibt verschiedene Krankheiten, die ähnliche Symptome wie bei der Parkinson-Krankheit hervorrufen können. Sie werden Parkinson-Syndrome genannt. Sie kommen wesentlich häufiger vor als die Parkinson-Krankheit.
Arzneimittel wie Neuroleptika,… können bei längerer Einnahme unter Umstände ein Parkinson Syndrom auslösen. Werden der Arzneimittel reduziert, bessern sich die Beschwerden in der Regel.
Die typischen Beschwerden der Parkinson- Krankheit sind:
· Bradykinese (Bewegungsverlangsamung)
· Rigor (Muskelversteifung)
· Tremor (Zittern)
· Posturale Instabilität (Störung der Halte- und Stellreflexe)
Bradykinese (Bewegungsverlangsamung)
Ein typisches Anzeichen der Parkinson Krankheit zu Beginn der Erkrankung ist es, dass willkürliche Bewegungen mit großen Schwierigkeiten ausgeführt werden. Spontane und unwillkürliche Bewegungen fehlen teilweise Komplett.
Der Parkinsonkranke zeigt eine gebeugte Haltung, der Gang ist kleinschrittig und für eine Wendebewegung benötigt der Patient viele kleine Zwischenschritte.
Die Fähigkeit zu Gestik und Mimik werden reduziert und eingeschränkt. Stimme erscheint flacher und monotoner. Schluckstörungen führen zu vermehrtem Speicheln.
Rigor (Muskelversteifung)
Ein Hauptsymptom der Parkinson Krankheit ist Muskelversteifung bei voll erhaltener Kraft. Muskelversteifung bei Parkinson Krankheit betrifft anfänglich einseitig Nacken und Schultermuskeln. Bei Morbus Parkinson kann der Patient die Hand oder den Arm nur ruckartig bewegen („Zahnradphänomen“).
Tremor (Zittern)
Zittern tritt sehr häufig einseitig, zunächst nur im Ruhezustand (sog. Ruhetremor). Typisch für die Parkinson-Krankheit ist im Gegensatz zu anderen Formen von Tremor, dass das Zittern hauptsächlich bei entspannter Extremität und weniger beim Halten oder Bewegen der Extremität auftritt.
Posturale Instabilität (Störung der Halte- und Stellreflexe)
Halte- und Stellreflex bei Parkinson Krankheit sind beeinträchtigt. Dadurch können plötzliche Bewegungen nicht mehr aufgefangen werden und es kommt zur Gangunsicherheit und Sturzneigung bei Parkinson Krankheit.
Begleitsymptome:
· Oft bei vielen Patienten tritt eine Minderung der Geruchswahrnehmung schon bis 10 Jahre voraus auf.
· Bei Parkinson Krankheit kann eine Depression bereits vor Auftreten der motorischen Krankheitszeichen auftreten.
· Schlafstörungen
· Überproduktion von Hautfetten durch die Talgdrüsen der Haut (Salbengesicht)
· Diffuse Schmerzen
· Stimmungsschwankungen
Die Diagnose wird anhand der Symptomatik gestellt. Parkinson Krankheit liegt vor, wenn mindestens zwei typische Symptome feststellbar sind. Computertomografie (CT) und Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) helfen andere Erkrankungen als Ursache auszuschließen.
Bessert sich die Beschwerden unter Levodopa, besteht mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Parkinson Krankheit vor.
Durch die Therapie kann die typischen Beschwerden von Parkinson-Krankheit oft über Jahre gut kontrolliert werden. Es wird empfohlen, dass die Therapie der Parkinson-Krankheit dabei frühzeitig anfangen.
Die medikamentöse Therapie stellt eine wichtige Säule dar. Zudem sind weitere nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Krankengymnastik (Physiotherapie), Sprachübungen (Logopädie) und Bewegungsübungen ebenfalls wichtig. In ausgewählten Fällen können mit Hilfe der Tiefe Hirnstimulation die Krankheitssymptome lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Muskeldystrophie nach Duchenne und Becker-Kiener

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Muskeldystrophie nach Duchenne und Becker-Kiener

Muskeldystrophie gehört zu einer Muskelerkrankung, die mit progressiver Muskelschwäche und -atrophie einhergeht. Muskeldystrophie entwickelt sich, da ein wichtiges Protein für Muskelstoffwechsel schon bei der Geburt fehlt oder nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. Muskeldystrophie ist eine erbliche Erkrankung.
Die zwei häufigsten Typen von Muskeldystrophie sind:
· Muskeldystrophie nach Duchenne
· Muskeldystrophie nach Becker-Kiener
Die häufigste Muskeldystrophie im Kindesalter ist Muskeldystrophie Duchenne, die mit einer Muskelschwäche in Becken und Oberschenkel anfängt und sich schnell voranschreitet.
Muskeldystrophie Becker-Kiener ist wesentlich seltener als Muskeldystrophie Duchenne. Die Muskeldystrophie von Typ Becker-Kiener befällt ebenso die Oberschenkel- und Beckenmuskulatur, die aber sehr langsam voranschreitet.
Beide häufigste Typen sind erbliche Erkrankungen, die über eine sogenannte X-chromosomal-rezessive Vererbt werden. Bei einer X-Chromosomal- rezessiv Erkrankung kommt die Krankheit zum Ausbruch, wenn neben dem krankhaften X-Chromosom kein weiteres gesundes vorhanden ist. Frauen besitzen ein zweites X-Chromosom in ihrem Erbgut. Deshalb werden Frauen nicht erkrankt. Männer, die neben dem kranken X-Chromosom ein Y-Chromosom im Erbgut tragen, erkranken in dieser Konstellation immer.
Dystrophin spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Zellmembran der
Muskelfaser. Die Störung in der Funktion der Zellmembran verursacht über längere Zeit zum Untergang der Muskelfaser und damit zur fortschreitenden Schwäche der Muskulatur.
Bei der fortschreitenden Muskelsytrophie wird zunächst oft eine Schwäche der Beckenmuskulatur festgestellt. Die betroffenen Kinder stolpern sehr häufig und fallen schnell hin. Zirka ein Drittel der Betroffenen leidet auch unter Wadenschmerzen und einem Watschelgang. Im Rahmen der Erkrankung Muskeldystrophie Duchenne kommt zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose) und im weiteren Verlauf zu Herz- und Atemschwäche. Die Erkrankung Muskeldystrophie Duchenne schreit rasch fort, so dass die Betroffenen vor dem 18. Lebensjahr auf den Rollstuhl angewiesen sind.
Bei der langsam fortschreitenden Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener tritt die Muskelschwäche zunächst im Bereich der Oberschenkel- und Beckenmuskulatur auf. Die Erkrankung beginnt im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, sodass die Gehfähigkeit aufgrund des langsamen Krankheitsverlaufs bei den meisten Patienten bis zum 30. oder sogar 40. Lebensjahr erhalten bleibt. Erst in späteren Stadien beeinträchtigt die Muskelschwäche auch die Funktion von Lunge und Herz.
Die Diagnose einer Muskeldystrophie kann aufgrund der typischen klinischen Zeichen (männliches Geschlecht, Muskelschwäche, Wadenhypertrophie, Watschelgang) gestellt werden. Zuerst soll der Wert des Muskelenzyms Kreatinkinase (CK) im Blut gemessen werden. Bei der Muskeldystrophie Duchenne- und Becker ist dieser Wert sehr hoch. Im Falle einer Erhöhung bei Typischen klinischen Zeichen kann eine Muskelbiopsie durchgeführt werden um Diagnose zu sichern. Heutzutage kann die Diagnose direkt mittels eines genetischen Tests gesichert werden.
Eine Heilung dieser Muskelerkrankung ist bis heute nicht möglich. Aber wird versucht, die Lebensqualität der Betroffenen so lange wie möglich zu verbessern. Eine Physiotherapie ist zu empfehlen. Oft kommt es im Rahmen der Erkrankung Muskeldystrophie zu Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), die häufig operativ korrigiert werden muss. Entscheidend für die Prognose ist die Therapie der Atemschwäche.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Blasenentzündung (Zystitis)

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Blasenentzündung (Zystitis)

Eine Blasenentzündung auch Zystitis genannt, gehört zur Gruppe der Harnwegserkrankung, die in der Regel durch Bakterien, seltener durch Pilze und Viren verursacht wird. Da Frauen eine kurze Harnröhre haben, werden häufiger von Blasenentzündung betroffen als die Männer. Da die Keime insbesondere Darmbakterien (wie E-Coli Bakterien) leichter in Harnblase wandern können.
Die Blasenentzündung wird durch die Kälte und Nässe zum Beispiel im Schwimmbad beim Tragen nasser Badekleidung verursacht, da das Eindringen von Keimen in die Blase begünstigt wird. Keime werden über die Harnröhre in die Blase wandern und dort sich vermehren.
Es gibt Risikofaktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen:
· Abwehrschwäche
· Eine Einengung der Harnwege z.B. bei Prostatahypertrophie, Tumoren,…
· Vesiko-Ureteraler Reflux, d.h. wenn Urin aus der Blase in den Harnleiter rückfließt.
Man teilt eine Blasenentzündung in:
· Die unkomplizierte Blasenentzündung
· Die komplizierte Blasenentzündung
Eine Blasenentzündung wird als unkompliziert angesehen, wenn bei dem Betroffenen keine Risikofaktoren für Blasenentzündung vorhanden ist. Bei der komplizierten Blasenentzündung liegt eine der o.g. Risikofaktoren vor.
Eine Blasenentzündung tritt häufig bei jungen und sexuell aktiven Frauen auf, die als Flitterwochen- Blasenentzündung bezeichnet wird.
Darmbakterien wie Escherichia coli-Bakterien sind die häufigste Erreger für die Entwicklung einer Blasenentzündung. Eine Blasenentzündung werden auch durch Proteus mirabilis, Staphylokokken, Streptokokken, Klebsiellen oder auch Pilze wie die Hefe Candida albicans und in seltenen Fällen durch Viren verursacht.
Eine Blasenentzündung zeigt in der Regel typische Beschwerden wie Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und ferner Blut im Urin.
Bei gesunden Frauen mit typischen Beschwerden für eine akute Blasenentzündung (Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang) kann auf zahlreiche Diagnostika verzichtet werden, da eine akute Blasenentzündung mit wahrscheinlich bis zu 70% vorliegt. Allein aufgrund der bestehenden Beschwerden kann eine Antibiotikatherapie verordnet werden. In dem Fall liegt eine unkomplizierte Blasenentzündung vor.
Bei Verdacht auf eine komplizierte Blasenentzündung sollten die Untersuchungen wie Urinsediment, Urinkultur, Sonographie Niere und Harnblase, Zystoskopie,… erwogen werden.
Bei einer bakteriellen Blasenentzündung wird in der Regel Antibiotika wie „Fosfomycin“ oder „Nitrofurantoin“ verordnet, da die Beschwerden sich rasch und effektiv verbessern. Die Therapie mit Antibiotika darf nicht zu früh abgesetzt werden, da so unter Umstände der Infekt und die Beschwerden wiederkehren. Bei immer wieder auftretender Harnweginfektion wird ein Antibiogramm empfohlen. Das Antibiogramm ist eine Testung auf die Resistenzlage der Bakterien, durch die ein passendes Antibiotikum verordnet werden kann.
Wenn Pilze die Auslöser der Blasenentzündung sind, ist Antimykotika zu verordnen.
Die Betroffenen erleiden durch die Blasenentzündung sehr häufig Blasenkrämpfe. Um die Blasenmuskulatur zu entspannen wird Butylscopolamin eingesetzt.
Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung mit nur leichten Beschwerden kann manchmal eine reine Schmerztherapie mit Ibuprofen erwogen werden.
So können Sie eine Blasenentzündung vorbeugen:
  • Viel trinken ca. 1.5 Liter täglich. Jedoch nicht bei Erkrankungen, die von einem Arzt bestimmte Trinkmenge verordnet ist. Diese sollten Sie natürlich nicht überschreiten.
  • Die Blase regelmäßig und vollständig entleeren
  • Nach dem Stuhlgang immer von der Scheide zum After reinigen. Das verringert das Risiko, dass Darmbakterien in die Harnröhre wandern.
  • Intimpflege: Den Schambereich eher nur mit warmem Wasser (ohne Seife!) waschen.
  • Verkühlung vermeiden beispielsweise feuchte Badeanzüge gleich nach dem Schwimmen ausziehen.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

 

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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Ich freue mich sehr, wenn Sie meine privatärztlichen Hausbesuche und medizinischen Dienste vor Ort in Anspruch nehmen möchten.
Zögern Sie nicht, mich anzurufen, wenn Sie einen Hausbesuch für sich oder einen Angehörigen wünschen sollten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Arzt Dr. med. Afshin Seresti
Tel: 0152 06 05 69 69

Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs (Mammakarzinom) gehört zu dem häufigsten bösartigen Tumor der Frau. In Deutschland erkranken zirka 9% aller Frauen im Leben an Brustkrebs. Frauen in Nordeuropa sind vornehmlich öfter von Brustkrebs betroffen als Frauen im Ostasien. Besonders tritt die Erkrankung bei der schwarzen Bevölkerung seltener auf als bei der weißen. Bei Männern ist Brustkrebs (Mammakarzinom) sehr selten.
Es gibt wichtige Risikofaktoren für Brustkrebs. Beispielweise keine oder eine späte Schwangerschaft mit einem Alter von über 30 Jahren wird als Risiko angesehen um Brustkrebs zu bekommen. Frauen mit einem sehr frühen Menarchenalter und einem sehr späten Menopausenalter weist ein höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Was die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva betrifft, gibt es verschiedene Meinungen. Einige meinen, dass orale Kontrazeptiva als einen Risikofaktor für die Entwicklung von Brustkrebs sind. Aktuell gibt es Meinungen, dass orale Kontrazeptiva eher gering das Risiko für Entstehung von Brustkrebs steigern. Die meisten Brustkrebserkrankungen entstehen spontan ohne familiäre Häufung.
Zirka 5% aller Brustkrebs (Mammakarzinom) sind Folge einer genetischen Veränderung im BRCA1– oder BRCA2Gen.
Brustkrebs (Mammakarzinom) macht oft am Anfang keine Beschwerden. Gewebeverhärtungen, Knoten und Absonderung aus der Brustwarze werden als Warnzeichen betrachtet und man soll in diesen Fällen ärztlich abklären lassen.
Es gibt Symptome, die auf einen Brustkrebs hinweisen können:
· Ungewöhnliche Verhärtungen oder Knoten in der Brust oder Achselhöhle auftreten
· Brustwarze ist eingezogen
· Einseitige, brennende Schmerzen oder Ziehen
· Wasserklare, trübe oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
· Eine Änderung der Größe oder Form einer Brust
· Unterschiedliches Aussehen der Brüste beim Anheben der Arme
Bei Frauen zwischen 30 und 49 und ab 70 Jahren werden empfohlen, einmal jährlich die Brustdrüsen und die Lymphknoten in den Achselhöhlen, am Schlüssel- und Brustbein von einem Arzt untersuchen zu lassen. In dieser Untersuchung werden auch die Form und Größe der Brust und Brustwarzen kontrolliert. Bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden zusätzlich Mammografie- Screening empfohlen. Für Frauen, bei denen eine genetische Veränderung im BRCA1- oder BRCA2-Gen nachgewiesen wurde, wird bereits ab dem 25. Lebensjahr alle sechs Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung und einmal pro Jahr eine Kernspintomografie empfohlen.
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist oft ein Zufallsbefund und wird sehr häufig im Rahmen der Selbstuntersuchung zufällig entdeckt. Deshalb wird jede Frau die regelmäßige Selbstuntersuchung sehr empfohlen. Für die Diagnose von Brustkrebs (Mammakarzinom) steht neben der Tastuntersuchung auch Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) zur Verfügung.
Um die Diagnose zu sichern, wird die feingewebliche Analyse einer Gewebeprobe (Biopsie) erfolgen. In diesem Fall wird Proben aus einem verdächtigen Bereich der Brust entnommen und anschließend genau untersucht.
Es ist sehr wichtig für die Therapieplanung zu wissen, wie weit der Tumor fortgeschritten ist. Sehr häufig besteht der erste Behandlungsschritt in der operativen Entfernung des Tumors, gegebenenfalls auch von Achsellymphknoten. Oft wird eine brusterhaltende Operation durchgeführt. Muss sie entfernt werden, kann der Operateur sie mittels eines Implantates, mit körpereigenem Gewebe oder mit beidem neu aufbauen. Zudem kann auch manchmal die Strahlentherapie, Anti-Hormontherapie, Chemotherapie und Antikörper-Therapie zum Einsatz kommen.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.
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Dekubitus (Druckgeschwür)

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Dekubitus (Druckgeschwür)

Dekubitus ist ein Druckgeschwür, das durch längerfristige Druckeinwirkung und Kompression von Blutgefäßen entsteht. Vor allem sind pflegebedürftige Personen, die bettlägerig sind betroffen. Dekubitus (Druckgeschwür) tritt an allen Körperstellen, an denen sich zwischen Haut und darunter liegenden Knochen nicht durch Muskeln oder Fettgewebe geschützt ist, auf.
Zu nennen sind:
  • Fersen
  • Knöchel
  • Beckenkämme
  • Steißbein
Ein Dekubitus (Druckgeschwür) kann ebenfalls unter schlecht sitzenden Prothesen oder zu engen Gipsverbänden entstehen. Es gibt in der Regel drei Faktoren, die bei der Dekubiusentstehung eine entscheidende Rolle haben:
· Druck
· Zeit
· Risikofaktoren
Ein Dekubitus entsteht, wenn ein bestimmter Druck über zwei Stunden auf die Haut bei einer vorhandenen Risikofaktoren des Patienten besteht. Ein Faktor für sich alleine wird nicht zum Druckgeschwür führen. hält eine Druckbelastung oberhalb der Kapillardruckschwelle länger an, kommt es zu einer Unterversorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Gewebe beginnt abzusterben und Nervenzellen erleiden eine irreversible Schädigung. Ein Reflex löst bei einer Zunahme saurer Stoffwechselprodukte bei gesunden Menschen zur Entlastung gefährdeter Hautstellen aus, bevor bleibende Schädigungen entstehen. Aber bei älteren und kranken Personen sind diese Reflexe sehr häufig nur noch eingeschränkt oder nicht vorhanden, so die entscheidende Entlastung des Gewebes unterbleibt. Mögliche Beschwerden von Dekubitus(Druckgeschwür) sind Juckreiz, Brennen oder starke Schmerzen. Zu den gefährdeten Personen gehören solche, die unter Lähmungen leiden, komatös sind oder auch längere Zeit in einer Operation verbringen.
Dekubitus wird in Grad I bis IV unterteilt:
Grad I: Beim Grad I ist eine Hautrötung sichtbar, die auch nach Entlastung der betroffenen Stelle nicht weggehen. Der Hautbereich kann wärmer sein als sonst.
Grad II: Beim Grad II ist ein oberflächliches Druckgeschwür mit einer Blase sichtbar.
Grad III: Beim Grad III ist eine Wunde sichtbar, die durch alle Hautschichten und bis in die umliegenden Muskelschichten reichen kann. Dekubitus zeigt sich hier als tiefes, offenes Geschwür.
Grad IV: Beim Grad IV ist Dekubitus eine tiefe, bis zu den Knochen reichender Schädigung. Gefahren drohen durch Osteomyelitis und Ostitis.
Ein Dekubitus sollte schnell wie möglich behandelt werden, damit die Wunde sich nicht vertieft und weiter ausbereitet.
Besonderes ist es wichtig, die betroffene Körperpartie zu entlasten. Da ist regelmäßiges Umlagern (mindestens alle zwei Stunden) notwendig. Die Therapie richtet sich nach Schweregrad des Dekubitus. Beim Dekubitus Grad I reicht es aus neben der Druckentlastung, die Haut behutsam zu pflegen. In fortgeschrittenen Stadien muss die offene Wunde mit einem sterilen feuchten Verband regelmäßig gewechselt und versorgt werden, damit sich in der Wunde keine Keime ausbreiten. Hat das Wundliegen tiefe oder großflächige Wunden hinterlassen, kann ein operativer Eingriff nötig sein.
Die Ratschläge darf nicht zur Selbstdiagnose-oder -behandlung verwendet werden und kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.